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Ein Auftrag für die Römerausstellung im Lokschuppen Rosenheim

8. Mai, 2026 um 20:24 Uhr, Keine Kommentare

Für die neue Ausstellung im Lokschuppen Rosenheim "Römer - Gesichter eines Weltreiches", durfte ich mehrere Kleidungsstücke für das Gästeführungsteam anfertigen. Die Kleidung soll die Vermittlungsarbeit im Museum unterstützen und gleichzeitig ein stimmiges, historisch orientiertes Gesamtbild im Rahmen der Führungen ergeben.

Der Auftrag umfasste sechs Tuniken, sechs brettchengewebte Gürtel, fünf Pallas und eine Kindertoga.

Vorbereitung und Austausch im Museum

Bereits im Vorfeld des eigentlichen Auftrags war ich letztes Jahr im November im Museum vor Ort. Dort habe ich meine bisherigen Arbeiten vorgestellt und gemeinsam mit der Museumsleitung Frau Dr. Morscheiser, sowie der zuständigen Mitarbeiterin für Museumspädagogik, Frau Kießling, die Anforderungen und Details besprochen.

Dieser Termin war wichtig, um den Rahmen des Projekts genau zu klären: Welche Wirkung soll die Kleidung im Kontext der Ausstellung haben, wie wird sie im Führungsalltag eingesetzt und welche praktischen Anforderungen müssen berücksichtigt werden.

Gemeinsame Stoffauswahl

Nach einiger Überlegung fiel die Wahl für die Kleidungsstücke auf Leinen, die brettchengewebten Gürtel sollten aus naturfarbener Wolle sein und die Kindertoga aus Baumwolle. Schon beim Termin im November hatte ich einige Stoffproben aus Leinen da gelassen und später weitere Farbe zur Auswahl in Bildform zugeschickt. So konnten die Gästeführer und Gästeführerinnen jeweils ihre Farben selbst wählen und sich ihre liebste Farbkombination zusammenstellen. 

Tuniken für die Gästeführerinnen und den Gästeführer

Die Tuniken entsprechen im Schnitt vielen Abbildungen aus dem 1./2. Jahrhundert n. Chr. Sie bestehen aus einem überbreiten Rechteck mit Öffnungen für Kopf und Arme. Mit Gürtel getragen entsteht der Eindruck, die Tunika hätte Ärmel, aber es handelt isch nur um sog. Scheinärmel. Wichtig war mir, dass die Kleidungsstücke nicht nur historisch aussehen, sondern im Arbeitsalltag der Führungen auch funktionieren und ausreichend Bewegungsfreiheit sowie ein angenehmes Tragegefühl bieten. Außerdem sollten sie unkompliziert in der Handhabung und Reinigung sein. 

Leinenstoff zu verarbeiten, war eine gute Wahl. Er ist optisch stimmig und gleichzeitig robust genug für den regelmäßigen Einsatz.

Pallas als Ergänzung

Für die Damen habe ich zusätzlich Pallas angefertigt. Diese rechteckigen Überwürfe waren so groß, dass der ganze Körper damit verhüllt werden konnte. Bei rituellen Handlungen wurde sie über den Kopf gezogen. Damit war sie nicht nur ein modisches Elemant, sondern auch Wetterschutz, Statussymbol und Ausdruck von Würde. In den geschlossenen Räumen des Museums ist der Wetterschutz natürlich außen vor, aber die Pallas ergänzen das Gesamtbild erheblich.

Brettchengewebte Gürtel

Um die Tuniken, den Abbildungen, Grabstelen und Mosaiken der Römerzeit entsprechend, mit Bausch und Faltenwurf tragen zu können, wurden Gürtel benötigt. Oft sind diese Details an Statuen durch Toga oder Palla verdeckt, aber man findet auch welche, auf denen die Enden der Gürtel zu sehen sind und sogar, wie sie geknotet wurden. Deshalb habe ich brettchengewebte Gürtel aus Wolle vorgeschlagen, die flach gewebt und anschließend rund genäht wurden. 

Die Kindertoga

Ein Teil des Auftrags war auch eine Toga für die Kinderführungen. Gewünscht war eine sog. Toga praetexta, weiß, mit rotem Streifen. Diese Art der Toga wurde u.a. als Statussymbol von Knaben bis zum Ende der Pubertät und von hochrangigen Beamten getragen. Damit auch die Kinder ein Gefühl für römische Kleidung bekommen, können sie diese Toga bei Führungen anprobieren. 

Das Gesamtbild

Nach der Eröffnung der Ausstellung habe ich ein wunderbares Gruppenbild erhalten, dass ich hier mit Erlaubnis des Gästeführungsteams zeigen darf. Vielen herzlichen Dank dafür. Sehen sie nicht alle fantastisch aus?

Lokschuppen_Gastefuhrer_in_Gewandung_copyright_Axel_Jusseit-1.jpgDie Dame in rot und hellblau (2. von links) wurde nicht von mir ausgestattet.

Wenn Sie selbst ein Projekt planen und passende historische Kleidung für Ihre Ausstellung, Ihr Museum oder Ihren Verein suchen, melden Sie sich bei mir. Ich berate und unterstütze Sie gerne.

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